Fortbildungen

ALICE SALOMON HOCHSCHULE BERLIN - Tiergestützte Interventionen im Sozial- und Gesundheitswesen, Schwerpunkt Hund *ZERTIFIZIERUNG-ISAAT

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Alice-Salomon- Platz 5
12626
Berlin
,
Berlin
,
DE
11.09.2026
4.3.2028
Rollstuhlgerecht:
ja
nein
Tiermitnahme:
ja
nein
Therapeutisches Einsatzgebiet:
Therapeutisches Einsatzgebiet:
Altenheim
Kindergarten
Medizin und Pflege
Lesen/ Lernen
Menschen mit Behinderung
Palliativ
Psychotherapie/Psychologie
Schule
Soziale Einrichtung
Tierarten:
Tierarten:
Hunde
Art der Veranstaltung:
Art der Fortbildung:
Berufsbegleitend
Fortbildung
Zertifizierte Anbieter

Inhalte

Tiere spielen im Laufe des Lebens vieler Menschen eine große Rolle. Sie sind Familienmitglieder, Spielgefährt:innen und Begleiter:innen, die dabei unterstützen, den Alltag zu strukturieren, die Freude und Nähe vermitteln, als konstante Bezugspunkte im Leben Halt bieten und gerade in Krisensituationen helfen können.

Immer mehr Professionelle in verschiedensten psychosozialen, medizinischen oder pädagogischen Einrichtungen sind von den Wirkpotenzialen von Mensch-Tier-Begegnungen überzeugt und binden Tiere in unterschiedlicher Weise in ihre alltägliche Arbeit ein. Auch wenn der Forschungsstand noch Lücken aufweist, zeigen doch immer mehr wissenschaftliche Studien, dass die Arbeit mit Tieren unter bestimmten Voraussetzungen vielfältige bio-psycho-soziale Effekte auslösen kann.

Wissenschaftliche Hintergründe, biologische und psychologische Grundlagen tiergestützter Interventionen und aktuelle Forschungsergebnisse werden im Kurs erläutert und diskutiert. Zudem lernen die Teilnehmer_innen zentrale internationale Organisationen und Akteure (u. a. ISAAT, IAHAIO) sowie entsprechende Leitlinien und Qualitätsstandards tiergestützter Arbeit kennen.

Evaluationsmethoden, ethische Aspekte, Tierverhalten und Tierschutz sowie organisatorisch-rechtliche Rahmenbedingungen (u. a. Hygienerichtlinien, relevante Gesetze und Verordnungen) sind weitere zentrale Inhalte.

Mehrere stark praxisorientierte Module vermitteln wichtige Kompetenzen zur effektiven Planung und Durchführung von tiergestützter Arbeit mit verschiedenen Tierarten (u. a. Hunde, Katzen, Kleintiere) und Zielgruppen (z. B. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Klient:innen mit psychischen oder physischen Beeinträchtigungen) in verschiedenen Tätigkeitsfeldern (u. a. Kindertagesstätte, Schule, offene Kinder- und Jugendarbeit, Psychotherapie, Strafvollzug).

Der Kurs legt dabei einen besonderen Fokus auf die Wahrung des Tierwohls und den Tierschutz innerhalb tiergestützter Interventionen.
Die „Funktion“ des Tieres in tiergestützten Interventionen wird aus verschiedenen Blickwinkeln eingeordnet und die eigene Rolle als Fachkraft reflektiert. Ein tierschutzgerechter Umgang und Einsatz der Tiere, insbesondere von Hunden, in verschiedenen Settings und mit unterschiedlichen Zielgruppen wird kritisch diskutiert. Der Schwerpunkt in diesem Kurs liegt dabei auf der Arbeit mit Hunden. Die Teilnehmer:innen lernen, den Einbezug von Tieren in ihre therapeutische oder pädagogische Tätigkeit professionell zu konzipieren und dabei die Rechte und Bedürfnisse der Tiere zu wahren.

Eine spezifische und praktische Ausbildung des Hundes, etwa zum Therapiebegleithund, ist nicht inbegriffen. Im Kurs werden also keine einzelnen Teams von Pädagog:in/Therapeut:in und eigenem Hund für die gemeinsame Arbeit qualifiziert. Es handelt sich vielmehr um eine pädagogische Zusatzausbildung zukünftiger Fachkräfte für tiergestützte Interventionen. Die Teilnehmer:innen erwerben notwendige Kompetenzen, um tiergestützte Projekte mit verschiedenen Tierarten selbstständig professionell planen und durchführen zu können.

Dieser Kurs wurde durch die International Society for Animal Assisted Therapy (ISAAT) überprüft und genehmigt und wird nach deren Standards durchgeführt.

Kursdetails

Dozierende:

Die Weiterbildung wird von renommierten Dozenten aus den tiergestützten Interventionen durchgeführt, die neueste wissenschaftliche und praxisbezogene Grundlagen vermitteln.

Weiterbildungsumfang:

Insgesamt 600 Ustd. (450 Stunden)

270 Ustd (202,5 Stunden) Präsenzlehrveranstaltungen (siehe Curriculum)

80 Ustd. (60 Stunden) Praktikum/ Hospitation

100 Ustd. (75 Stunden) Abschlussarbeit

150 Ustd. (112,5 Stunden) Selbstlernzeit (Vorbereitung, Nacharbeit, Erstellung einer Abschlussarbeit)

Zugangsvoraussetzungen:

Hochschulabschluss, insbesondere in den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheit, Bildung und Erziehung, Psychologie, (Veterinär Medizin).

In der Regel Praxiserfahrung in sozialen, gesundheitlichen und / oder Bildungsbereichen.

Darüber hinaus Zulassungen nach Einzelfallprüfungen möglich.

Abschluss:

Die ASH Berlin vergibt das Hochschulzertifikat „Fachkraft für tiergestützte Therapie, Pädagogik und Fördermaßnahmen im Sozial- und Gesundheitswesen“, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Teilnahme an allen Terminen
  • Abschlussarbeit
  • Präsentation der Abschlussarbeit im Kolloquium
  • 60 Stunden Hospitation/Praktikum in einer Einrichtung für tiergestützte Interventionen

ECTS - Credits

Der erfolgreiche Abschluss dieses Zertifikatskurses entspricht 15 ETCS- Credits. Deren mögliche Anrechenbarkeit auf einen postgradualen Studiengang ist an den Nachweis eines Hochschulabschlusses gebunden.

Weitere Informationen:

finden Sie auf unserer Webseite /PDF

www.ash-berlin.eu/

Adresse und Routenplaner:

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